Walk & Talk

Walk & Talk mit Daniel Doege von webmatch.de

Daniel DoegeKurzer Steckbrief:

Name:            Daniel Doege
Geburtsjahr:  1977
Beruf:             GF/ Inhaber Webmatch GmbH
Blog:               webmatch.de/blog
Facebook:      facebook.com/webmatch
Twitter:         @webmatch
Instagram:    webmatchde

10 Gegensatzpaare zum Auswählen:

Online / Offline       Innenstadt / Vorort        Zu Fuß / Mit dem Rad       Beratung / Umsetzung
Sneaker / Lederschnürschuh       Nerd / Geek       Frühling / Herbst       Camping / Hotel
Optimist / Pessimist       Action / Entspannung

Wenn man schon mal mit einem waschechten Kölner unterwegs ist, dass sollte auch der Walk & Talk etwas mit Köln zu tun haben. Also habe ich für meine heutige Runde mit Daniel Doege eine Etappe des Kölnpfads vorgesehen. “Super wäre, wenn wir am Rhein gehen könnten. Ich liebe es, über den Fluß zu gucken.” war der Wunsch des Agenturinhabers. Klar, kein Problem. Da passen die neun Kilometer der 11. Etappe von Zündorf bis Rodenkirchen perfekt. Schließlich verläuft nahezu die komplette Strecke am Rhein entlang.

Walk & Talk mit Daniel Doege

Yachthafen an der Groov

Ich kenne Daniel Doege in zwei Welten

Daniel Doege und ich kennen uns schon lange – aus meiner “wilden” Social Media und Digitale Welten Zeit. Ich war 2007 für meine Bachelor-Arbeit zu Marketing-Kommunikation in Digitalen Welten viel auf der Plattform Second Life unterwegs und Daniel – der damals schon mit seiner Agentur Webmatch selbständig war – hat für funny-frisch eine virtuelle 3D Chipsfabrik in dieser zweiten Realität erstellt und betrieben. Das war eine tolle Zeit und wir hatten sehr viel Spaß in beiden Welten – RL (Real Life) und SL (Second Life).

Spannend, wie sich die Interessen und Lebensschwerpunkte ändern. Mindestens zwei Jahre lang war ich täglich mit meinem Avatar June Brenner in Second Life online. Ich habe viele tolle Menschen kennen gelernt und mit vielen bin ich heute noch in Kontakt. Aktuell kann ich mir nicht mehr vorstellen, täglich stundenlang chattend vor dem Rechner zu sitzen. Muss ich ja auch nicht 🙂 – ich lade mir einfach meine Lieblingsavatare zu einem Walk & Talk ein und wir lassen uns den Wind und die reellen Nasen wehen.

Tolle Rheinstimmung

Leider fehlt Daniel oft die Zeit zum Wandern

Eigentlich wandert Daniel Doege nicht. Klar, wollen würde er schon, aber das mit dem Zeithaben ist immer so eine Sache. Seine beiden kleinen Kids halten ihn auf Trab. Die Familie ist gerade von Köln ins Grüne, ins Bergische Land gezogen und muss sich dort erst noch etwas einleben. Raus aus der Großstadt, das ist ihnen schon schwergefallen. Dafür hat die Familie jetzt ordentlich Platz und viel Natur um sich herum, perfekt. Jetzt heißt es erst mal ankommen und die neue Umgebung erkunden. Lieber Daniel… schau mal. Hier habe ich einige Wanderungen im Bergischen gefunden. Oder wie wäre es mit einem schönen Kindermulti-Geocache mit dem Junior? Super Möglichkeiten, sich vor der (neuen) eigenen Haustür einmal umzuschauen.

Daniel Doege fotografiertAber erstmal schauen wir beide uns den Rhein zwischen Zündorf und Rodenkirchen an. Wirklich schön hier – unsere Kameras stehen nicht still. Daniel ist ganz begeistert vom Blick über den Rhein, dabei finde ich, es könnte etwas sonniger und blauhimmeliger sein. Vielleicht nehme ich ihn öfter mal mit – der Rheinsteig gefällt ihm sicher.

Zeit, um ein bisschen zu Brainstormen, hatten wir auch

Dabei könnte sich auch eine Gelegenheit ergeben, eine neue Idee von mir auszuprobieren. Was haltet ihr von einer Drohne to go? Die Idee, mein Equipment um eine kleine Drohne zu erweitern, ist mir vor zwei/drei Tagen gekommen und Daniel ist sofort Feuer und Flamme. Er hat sich auch schon damit beschäftigt und schickt mir direkt einen Link zum Youtube Kanal von Casey Neistat. Das soll ich mir mal angucken – nicht nur wegen der Drohnen, sondern weil Casey der wohl coolste Typ auf diesem Planeten sein soll. Wir spinnen ein bisschen rum und überlegen, wie ein Drohnen-Einsatz bei Wanderern aussehen könnte.

Treppe zur Rheinbrücke

Ich frage Daniel, wie es so ist, Chef von 15 Mitarbeitern zu sein. Als wir uns kennenlernten, bestand seine Agentur aus 3 oder 4 kreativen Jungs mit großen Plänen und spannenden Projekten. Heute gibt es ein großes, repräsentatives Büro am Hohenstaufenring und für Daniel viele administrativen Aufgaben. Manchmal beneidet er seine Mitarbeiter, die sich den ganzen Tag um kreative Dinge Gedanken machen dürfen. Als Chef kann man sich die Aufgaben nicht immer aussuchen, auch wenn das von außen oft anders wahrgenommen wird. Es gibt Dinge, die einfach getan werden müssen und die man nicht delegieren kann.

Arbeiten wir noch oder entspannen wir schon?

Trotzdem schlummert in ihm immer noch der digitalverrückte Geek, der gerne mal wieder was total Neues ausprobieren möchte, ohne darüber nachdenken zu müssen, ob das für seine Kunden und seine Agentur wirtschaftlich sinnvoll ist. Er bewundert Menschen, die auch mal etwas ganz Anderes wagen. Seine Augen leuchten, als er mir von einer ehemaligen Studienkollegin erzählt, die sich eine berufliche Auszeit nimmt und schon ein ganzes Jahr lang unter dem Motto “365 Tage Strand” in Südostasien und anderen warmen Ecken dieser Welt verbringt. Hihi – wer wäre da nicht sofort dabei?

Ich könnte mir das auch gut vorstellen. Wenn da nicht immer so viel wäre, was einen davon abhält. Da sind Kinder, Eltern, Verpflichtungen, Verantwortungen und und und. Aber träumen… träumen darf man doch. Und das machen wir ausgiebig. Wieviel braucht man um glücklich zu sein? Wie finanziert man die Auszeit? Wohin würde man gehen? Wird man zurück kommen? Was ist mit den Kids? Und was würde man machen? Jogakurse geben? Oder das Laptop mitnehmen und von “unterwegs” einfach weiterarbeiten? Herrlich – wir reden uns richtig in Rage und ich könnte sofort zum Flughafen weiterwandern. Wenn da nicht… ach – ihr kennt das sicher auch.

Über die Rheinbrücke nach Rosenkirchen

Daniel Doege und Jutta Westphal

Geschafft 🙂

Die Runde mit Daniel Doege war viel zu kurz

Viel zu schnell ist unsere Walk & Talk Zeit vorbei. Wir sehen schon die Rodenkirchener Brücke näherkommen, dabei haben wir noch so viele Themen im Kopf. Eigene Start-Up Ideen (dazu nur so viel – es geht um Gin) und die Entwicklung und Bedeutung von Social Media. Außerdem hat Daniel die Idee, dass ich Walk & Talk nicht nur als Interview-Pojekt für meinen Blog umsetzen, sondern es als Coaching-Walk anbieten sollte. Einen Tag unterwegs sein und dabei Ideen generieren, Gedanken sortieren, Probleme durchdenken und Lösungen entwickeln. Gute Idee eigentlich. Mal sehen.

Lieber Daniel. Vielen Dank für den tollen Nachmittag. Es hat viel Spaß gemacht und ich hoffe mal, dass das nicht das letzte Mal gewesen ist.

 

Wo man mich noch findet:

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