Jetzt ist er gemacht, der Einstieg in den neanderlandSTEIG. Zusammen mit Marc und seiner Kamera (die tollen Fotos in diesem Blogpost sind alle von ihm gemacht) habe ich heute mit der Strecke Düssel – Neviges den tollen Rundwanderweg in meiner Homezone angewandert.

20150823-NLS2-DSC_4460

20150823-NLS2-DSC_4462Hinter dem Begriff „neanderland“ verbirgt sich der Kreis Mettmann mit seinen zehn kreisangehörigen Städten Erkrath, Haan, Heiligenhaus, Hilden, Langenfeld, Mettmann, Monheim am Rhein, Ratingen, Velbert und Wülfrath. Auf seinen 17 Etappen und etwa 230 Kilometern führt der neanderlandSTEIG auf tollen Wegen durch den Kreis Mettmann und streift dabei die angrenzenden Städte Essen, Düsseldorf und Solingen. Er wurde im Juni 2013 eingeweiht und die roten Wandermarkierungen sind gut sichtbar – ein Blick auf den GPS-Track war nur nötig, um den einen oder anderen Geocache am Wegesrand zu finden.

20150823-NLS2-DSC_4468

11911456_845094655539829_1717606632_nDie Etappe von Wülfrath-Düssel nach Velbert-Neviges war wunderbar abwechslungsreich. Es gab immer mal wieder kurze und mittellange Anstiege, die uns doch gezeigt haben, dass eine längere Wanderpause der Kondition nicht gerade zuträglich ist. Na gut, vielleicht haben auch die warmen Temperaturen ihren Anteil daran getragen, dass wir heute mehr geschlendert als gewandert sind. Wir haben uns Zeit genommen, die tollen Aussichten zu genießen, durch Baumgrün zu splinzen und einen Blick auf abgeerntete Heufelder und saftig grüne Weiden zu erhaschen. Immer wieder gab es tolle Fernblicke und bei strahlend blauem Himmel waren die Farben der Natur einfach phantastisch.

20150823-NLS2-DSC_4488

Straßen und Asphalt haben wir nur selten gesehen. Wenn überhaupt, wurde diese nur kurz überquert, um dann direkt wieder in Wald und Feld abtauchen zu können. Es war herrlich. Die eine oder andere Bank mehr hätte uns zwar gefallen, aber für Verschnauf- und Verpflegungspausen tat es auch mal ein umgekippter Baum.

20150823-NLS2-DSC_4484

20150823-NLS2-DSC_4497Das tolle an den neanderlandSTEIG-Etappen ist, dass sie jeweils an einer Bushaltestelle oder einem Bahnhof starten und enden. So kann man problemlos nach einer beendeten Etappe zum Ausgangspunkt zurück kommen. Zusätzlich bietet das den Vorteil, dass man sowohl am Startpunkt wie auch am Ende der Etappe Orte zur Einkehr und Stärkung findet. Bei uns war das am Ziel einmal der Minigolfplatz am Schloss Hardenberg, bei dem wir uns mit einem leckeren Eis belohnt haben. Verputzt haben wir es dann auf einem der vielen Bänke rund um Schloss Hardenberg.

20150823_163825

 

Wenige Meter weiter waren wir dann schon in der Altstadt von Neviges, wo wir uns die obligatorische Zielwaffel im Nostalgie Cafe gegönnt haben. Das Cafe ist auf jeden Fall einen Abstecher wert… auch wenn man sich nicht sicher ist, ob es sich um ein skurriles Kunstprojekt, einen Stapel kitschigen Sperrmülls oder ein gemütliches Kleinod handelt. Die Waffeln waren köstlich und auch die Speisen, die an die Nachbartische gebracht wurden, sahen lecker aus. Guckt es euch einfach selber mal an und macht euch ein Bild!

20150823-NLS2-DSC_4472

20150823-NLS2-DSC_4471Gestärkt und nur noch wenige Meter vom Auto (welches wir am Bahnhof Neviges abgestellt hatten) entfernt, haben wir dann noch einen Abstecher zum Mariendom gemacht. Der beeindruckende Nevigeser Wallfahrtsdom hat mir echt die Sprache verschlagen. Die 1968 erbaute Kirche könnte genauso gut aus der Kulisse von “Der Herr der Ringe”,  “StarWars” oder “Dr. Who” stammen. Ein puristischer Betonbunker mit vielen Spitzen und tollen knallbunten Fenstern erinnert mich sowohl an Mittelerde als auch an futuristische Science Fiction. Schon von weitem fällt einem dieser “Betonklotz” ins Auge. Ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall. Geht auch ruhig mal rein und genießt die unglaubliche Atmosphäre.

Abschließend kann ich nur sagen: eine tolle Strecke. Mein Garmin ist zwar mit den im Etappenplaner angegebenen 11,3 km nicht ganz einverstanden – aber immerhin haben wir auch den einen oder anderen Abstecher gemacht. Entweder um einen Cache zu finden, ein Foto zu machen, eine Waffel zu essen oder den Mariendom zu besichtigen. Gemütlich war’s… aber Marc und ich waren uns einig – wir sind Genusswanderer und keine Jogger *g.

20150823_171610Für die Statistik:

13,7 km
4 Stunden 09 Minuten in Bewegung
1 Stunden 08 Minuten Pause
3,3 km/h in der reinen Gehzeit
2,6 km/h inkl. Pause

Wo man mich noch findet:

1 Kommentar

  1. Ähnlich erging es mir beim Nostalgiecafé und Dom 😉
    Schöne Eindrücke von Eurer Wanderung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.