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Der Klosterweg – Premium-Wanderweg und Wander-Multicache

Laubachswinkel auf dem Klosterweg

Der Klosterweg führt uns zum Laubachswinkel

Eigentlich wollte ich den Klosterweg (Website) schon längst gegangen sein – inklusive seiner beiden Schleifen dem “Rengsdorfer Panoramaweg” und der “Laubach-Kelten-Tour“. Die Tracks waren schon auf dem Garmin, alle auf dem Weg liegenden Caches rausgesucht und sogar ein Hotelzimmer gebucht. Doch dann erfuhren die Pläne eine Änderung und ich war an dem Wochenende beim Ahrtaler Gipfelfest. Dort war es auch toll und so hatte ich noch eine wunderbare und bereits vorbereitete Tour für meinen Walk & Talk mit Jörg von outdoorsüchtig.de – perfekt.

Von Waldbreitbach fahren wir nach Rengsdorf, dem Startpunkt vom Klosterweg

Getroffen habe ich mich mit Jörg in Waldbreitbach, dem Ziel unserer Wanderung. Hier haben wir einen Wagen stehen lassen und sind dann nach Rengsdorf gefahren, wo es an der St. Kastor-Kapelle los ging. Schön ist, dass an den Einstiegen Infoständer mit einem Flyer zum Weg aufgestellt waren. Praktisch, wenn man gerne etwas in der Hand haben möchte. Da muss man sich vorher nichts ausdrucken.

Wassertreten im Kneippbrunnen am Klosterweg

Wassertreten im Kneippbrunnen

Die ersten Kilometer durch Rengsdorf in Richtung Ehlscheid parallel zum Rheinsteig. Da werden Erinnerungen wach. Hier war ich doch schon mal… wirklich spassig, wie gut man sich an Einzelheiten von “vergangenen” Wanderungen erinnert, wenn man an die Strecke zurück kommt. “Hier hab ich Pause gemacht, dort war das Finale eines Multicaches versteckt und dort bin ich ein bisschen vom Track abgekommen.” Schon bald aber verläuft der Klosterweg auf eigenen Pfaden und es wird Zeit, den Kopf für neue Eindrücke frei zu machen. Wir erreichen den Kurpark von Ehlscheid. Hier lädt eine Kneippanlage zum Abkühlen ein… wäre es dafür mit knapp über 10° C nicht doch ein bisschen zu kalt. Im Sommer ist das Wassertreten hier aber sicher eine angenehme Erfrischung, zumal man auch das eine oder andere kühle Getränk im Kurzpark bekommen kann.

Baumelbank am Rand des Klosterweg

Baumelbank

Anfangs führt der Klosterweg hauptsächlich durch den Wald

Anfangs fehlt es dem Weg ein bisschen an Charme. Er führt über Straßen und Wiesen sowie durch schöne Waldstücke, aber wirkliche Fotospots oder Aha-Momente bleiben aus. Dafür ist es recht kurzweilig, die Fotopunkte des Wander-Multicaches “Premium-Wanderung – Der Klosterweg” (Link) zu suchen – was nicht immer einfach ist. Einige “verstecken” sich ganz gut und eine Station finden wir gar nicht. Außerdem liegen ein paar Tradis auf dem Weg, die wir, wenn wir genau dran vorbei kommen, auch suchen und meist finden. Währen Jörg und ich ins Gespräch vertieft sind, verpassen wir eine Abzweigung die uns links einen kleinen Pfad hinauf führen wollte und machen einen kleinen Umweg. Typisch… und schön, dass mir sowas nicht nur alleine passiert.

Schnell sind wir wieder auf dem richtigen Weg und ich muss das Sprechen kurzzeitig einstellen. Der Ansteig nimmt mir den Atem und ich schnaufe hinter Jörg den Waldweg hinauf. Ein kleines Stück wird unsere Geduld noch auf die Probe gestellt, und dann finden wir sie endlich… die tolle Panorama Aussicht auf das Wiedtal und das Siebengebirge.

Toller Weitblick auf dem Klosterweg mit Ölberg, Löwenburg und Lohrberg

Naturpark-Weitblick Klosterweg mit Sicht aufs Siebengebirge mit Ölberg, Löwenburg und Lohrberg

Naturpark-Weitblick Klosterweg - ganz hinten sieht man den Ölber, den Lohberg und die Löwenburg.

Naturpark-Weitblick Klosterweg

Tolle Ausblicke erfreuen das Wandererherz

Wirklich wunderschön und sehr unerwartet haben wir plötzlich vom Waldrand aus diesen tollen Blick. Leider ist es ein bisschen diesig. Bei klarem Wetter muss es atemberaubend sein. Weiter führt uns der Weg Richtung Kurtscheid, wo wir den Friedhof umrunden und dann wieder übers Land gucken können. Herrlich.

Wieder ein toller Blick auf die Natur vom Klosterweg aus

Wieder ein toller Blick, nachdem wir den Friedhof umrundet haben.

2016-10-12-15-37-502016-10-12-15-40-28Recht unbeeindruckt zeigen sich auch die Pferde und Kühe, die statt der schönen Aussicht uns im Auge behalten. Unter Beobachtung gehen wir unserer Wege. Was ist denn das? Der Turm da? Ich bin ganz angetan von einem alten Gemäuer, was wir vor uns in der Ferne erspähen. Es ist nicht nur ein Fotopunkt des Wandermultis, sondern auch ein tolle Ruine.

Ruine Neuenburg am Klosterweg

Am Fuß der Ruine Neuerburg

Die Ruine Neuerburg sehen wir erst von Nah und dann von Fern

Zum Glück führt uns der Weg etwas näher dran vorbei. Es handelt sich um die Ruine Neuerburg, zu der zwar ein Weg führt, an die man aber nicht wirklich heran kommt. Dafür wird der neugierige Wanderer durch eine Hinweistafel über die Details zur Burg aufgeklärt, die hoch über uns auf einer steil aufragenden Klippe thront. Schade, das alte Gemäuer hätte ich mir gerne von innen angeguckt. Es wird von einer Privatperson aus Niederbreitbach vor dem Verfall geschützt -tolles Engagement!

Blick auf die Ruine Neuenburg vom Klosterweg

Später ergibt sich nochmal ein Blick auf die Ruine Neuerburg.

Wir wandern einmal um die Neuerburg herum und haben von der anderen Seite nochmal einen schönen Blick darauf. Wer Suchbilder mag, kann die Ruine zwischen den Bäumen entdecken.

Umweg auf dem Klosterweg

Diesen Weg wären wir runter gekommen, wären wir richtig gewandert 🙂

Kapelle am Rand des Klosterweg

Auf dem Fundament der ehemaligen Keltermühle im Fockenbachtal erbaute Kapelle.

Der Klosterweg endet am Kloster St. Marienhaus

Nach weiteren 1 bis 2 (oder waren es 3?) Umwegen, weil wir vom Weg abgekommen sind, erreichen wir das Kloster St. Marienhaus. Wir sehen es schon in der Ferne und genießen wieder eine schöne Aussicht aufs Wiedtal. Das Kloster ist ein wirklich faszinierendes Bauwerk… wie ein Flickwerk zusammengestückelt aus unterschiedlichsten Baustilen.

Von hier sind es nur noch gut 2 km, die uns runter nach Waldbreitbach zur Pfarrkirche Maria Himmelfahrt bringen. Aus den geplanten 17,5 km sind bei uns 21,8 km geworden. Das kann gut sein, da wir einige Male in die falsche Richtung gelaufen sind. Egal, es war am Ende doch eine wirklich schöne Runde mit abwechslungsreichen Landschaften und einigen wirklich tollen Ausblicken. Der Weg führt zwar stetig auf und ab, aber die Steigungen sind sehr gut zu bewältigen und fallen eigentlich kaum auf. Wer gerne Pausen macht, um etwas zu Essen und zu Trinken, ist auf dem Klosterweg auch goldrichtig. Er führt immer wieder durch kleine Ortschaften, in denen man sich stärken kann.

Kloster St. Marinehaus am Klosterweg

Kloster St. Marienhaus

Das Finale des Klosterwegs-Multis haben wir übrigens nicht gefunden. Wir hatten uns nach dem Studium der letzten Logeinträge schon sowas gedacht. Und vor Ort hat es sich dann bestätigt. Alles war komplett mit Brombeeren zugewuchert. Und trotz längere Suche und gemsenmäßiger Kletterei war keine Dose zu sehen.

Den Track habe ich hier gefunden. Folgende Geocaches liegen auf dem Weg: GC2T4VGGC5MT39GC5A4NJGC40TXYGC3D8MQGC5QWJMGC6QE0FGC6QE1DGC6Q7MW und GC6Q1BP.

20161012_151827122_iosFür die Statistik:

21,8 km (ohne Cachen und Verlaufen 17,5 km)
5 Stunde, 43 Minuten in Bewegung
35 Minuten Pause
3,8 km/h reine Gehzeit
3,5 km/h inkl. Pause

Wo man mich noch findet:

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