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Vorbereitung auf meine Schulter-OP

Die Diagnose, dass ich mir eine Sehne im Schultergelenk abgerissen habe und eine Schulter-OP brauche, hat mich schon ziemlich mitgenommen. OK, der kleine Ausrutscher an einem schlammigen Hügel beim Geocaching hat schon weh getan (immerhin habe ich mir dabei zwei Fingernägel abgebrochen). Aber dass der kleine Unfall während meines Walk & Talks mit Jörg so langwierige Folgen nach sich zieht, das habe ich nicht sofort gemerkt. Und auch später erst mal nicht. Gut, die Schulter hat weh getan, aber auch nicht anders als nach einer Prellung oder Zerrung. Dieser Meinung war auch mein Hausarzt. Als ich aber zwei Monate später nochmal bei ihm vorstellig wurde, weil die Schmerzen nicht besser wurden, da hat er mich sicherheitshalber doch mal in die Röhre geschickt.

Foto eines MRTs meiner Schulter vor Schulter-OP

So sieht meine Schulter von innen aus…

Sechs Wochen nach der Schulter-OP wird der rechte Arm stillgelegt

Das MRT zeigte es dann deutlich: Sehnenabriss im rechten Schultergelenk. Na super… in meinem “jungen” Alter (vielen Dank lieber Herr Orthopäde) und nach einem Unfall wird das operiert. Und zwar ambulant und endoskopisch. Die Sehne wird wieder an den Knochen “getackert”. Alles kein Problem. Damit alles gut verheilt, muss nach der Schulter-OP natürlich das Gelenk stillgelegt werden. Der rechte Arm kommt in eine Schiene, die dann sechs Wochen lang Tag und Nacht getragen werden muss.

WHAT??? Sechs (in Zahlen 6) Wochen lang? Ich bin geschockt. Gut, eigentlich war sowas nach einer Schulter-OP zu erwarten, trotzdem hat es mich echt umgehauen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr aktiv bin und keine fünf Minuten still sitzen kann. Ständig muss ich irgendwas erledigen, wegräumen oder unternehmen. Und selbst wenn ich mir gemütlich mit der Familie einen Film angucke, habe ich mein Strick- oder Häkelzeug in den Fingern. Das ist bei mir wie bei den Tieren im Zoo – wenn ich keine Beschäftigung habe, ich nicht ausgelastet bin oder mir langweilig ist, bin ich unausstehlich. Und dann sechs Wochen den rechten Arm nicht benutzen – für mich eine absolute Höchststrafe.

Üben üben üben – damit nach der Schulter-OP alles klappt

Na, bis zum 18.1.2017 (dem Tag der Schulter-OP) ist ja noch ein bisschen Zeit. Ich habe also noch die Möglichkeit, mich ein bisschen vorzubereiten. Erstmal werden meine Schürschuhe mit elastischen Bändern umgerüstet. Die müssen nur einmal eingestellt werden und dann schlüpft man einfach mit einem Schuhanzieher hinein. Außerdem brauche ich ein paar weite Klamotten, die ich gut und mit einer Hand an- und ausgezogen bekomme. Vielleicht auch eine weite Winterjacke, die ich über dem fixierten Arm zu bekomme.

Ansonsten fange ich schon mal an zu üben: Einhändig duschen und Haare waschen zum Beispiel. Oder mit links die Spülmaschine ausräumen. Zum Brote schmieren soll es helfen, sich ein paar Nägel in Holzbrettchen zu hämmern – damit die Scheibe nicht wegrutscht. Und eine rutschfeste Unterlage brauche ich auch noch, um sie unter meine Teller und Schüsseln am Esstisch zu legen.

Schulter MRT vor Schulter-OP

Eine andere Schichtaufnahme meiner Schulter

Einarmiges Wandern statt auf dem Sofa sitzen

Bei meiner nächsten Wanderung möchte ich außerdem mal probieren, ob ich mit links gescheit fotografieren kann. Einarmig Wandern kann ich ja schließlich (hoffe ich). Ok, das werden dann eher gut ausgebaute Wanderwege und keine Klettersteige – ich habe mir aber fest vorgenommen, nicht auf dem Sofa zu vergammeln. Anreisen werde ich mit der Bahn oder als Beifahrer, Auto und Fahrrad müssen stehen bleiben. Und statt Rucksack werde ich auf eine Schultertasche umsteigen, die ich besser mit einer Hand nutzen kann. Falls jemand Tipps hat, immer her damit!

Mit dem Thema “Spracherkennung” am Rechner werde ich mich auch mal vertraut machen – schließlich kann ich auch nur sehr eingeschränkt (Adlersuchsystem mit der linken Hand) tippen.  Und bloggen will ich auf jeden Fall – besonders, wenn ich die eine oder andere Tour machen kann. Vielleicht mag ja jemand von euch mitkommen – betreutes Wandern sozusagen.

Ihr seht, in meinem Kopf spielt alles verrückt. Wahrscheinlich mache ich mich selbst kirre und es wird gar nicht so schlimm… mal sehen. Ich werde euch einfach von Zeit zu Zeit ein bisschen mit dem Thema belästigen – es tut mir einfach gut, darüber zu schreiben. Außerdem würde ich mich über Tipps, Tricks und Erfahrungsberichte von euch freuen.

3 Kommentare

  1. Hallo Jutta, das tut mir wirklich leid. Aber schön, dass Du eine neue Herausforderung gefunden hast und Dir das Wandern nicht vermiesen lässt 😉

    Alles Gute und gute Besserung! Und einen guten Rut… also ein gutes Hineingleiten ins neue Jahr!

  2. Vergiss das mit dem Umrüsten der Schuhe und lass Dir einfach ein paar Tricks zeigen – Du hast immerhin einen Freund, der seit > 12 Jahren alles mit nur der linken Hand macht!

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