bis 10 km Wandern Wandern in Holland

Das Reindersmeer – Wandern im Naturschutzgebiet De Maasduinen

Aussichtspunkt mit Blick auf das Reindersmeer

Aussichtspunkt mit Blick auf den Kanal und das Reindersmeer

Dieses Jahr ist an Silvester Ruhe angesagt. Keine Party und keine Städtereise sondern ein Aufenthaltsort, an dem man ohne schlechtes Gewissen den ganzen Tag rumgammeln kann. Und da ich mit meinem Rücken gerade nicht so lange Autofahren kann, ist unsere Wahl auf Goch gefallen. Ein herrlicher Ort, um einfach mal Nichts zu machen.

Steg am Reidersmeer

Der Steg über den Kanal

Müßiggang im Urlaub? Nicht mit mir.

Bank mit Blick auf den Reindersmeer

Überall gibt es viele Bänke mit tollem Blick auf den Reindersmeer

Aber Nichtstun ist nicht wirklich meine Sache. Da kommt es mir gelegen, dass unsere Vermieter ein paar Ausflugstipps zur Hand haben. Eine Shoppingtour nach Nijmegen (perfekt, dazu hat sofort auch Albert Lust) und eine Wanderung im Nationalpark De Maasduinen. Zu der acht Kilometer langen Runde um das Reindersmeer (Info) – ein durch den Abbau von Sand und Kies in den Jahren 1971–2001 entstandener Baggersee – kann ich Albert allerdings nicht überreden. Da es aber im Besucherzentrum, welches sich in einer ehemaligen Schleuse befindet, auch ein schönes Café gibt, in dem er auf mich warten kann, ist er trotzdem dabei. Klasse, einer kleinen Jahresabschlusswanderung steht nichts mehr im Wege.

Heidelandschaft am Reindersmeer

Das erste Stück des Weges begleitet Albert mich (jaaa – ich kann sehr gut quengeln). Wir starten am Besucherzentrum, in dem es Infos zum Nationalpark und zu den hier lebenden Tieren gibt. Da ich ohne GPS Gerät unterwegs bin, nehme ich sicherheitshalber einen Flyer mit, brauche ihn aber später nicht. Der Weg ist sehr gut mit roten Pfosten markiert, ein Verlaufen ist eigentlich nicht möglich.

Tümpel am Reindersmeer

Ich umrunde das im Naturschutzgebiet De Maasduinen liegende Reindersmeer

Erst geht es ein kurzes Stück durch einen Pinienwald, bis wir einen Waldspielplatz erreichen und uns nach rechts wenden. Auf einem Steg geht es über den Kanal, der das Reindersmeer mit dem Leukermeer verbindet. Kaum sind wir auf der anderen Seite angekommen, biegt Albert nach links ab und geht zurück zum Besucherzentrum. Ich aber wende mich nach rechts und mache mich auf den schönen Rundweg um das Reindersmeer.

Fähre auf dem Reindersmeer

Mit der Fähre kann man die Tour abkürzen

Während der ganzen Wanderung habe ich einen herrlichen Blick auf die ehemalige Sandgrube. Ich wandere größtenteils über eine dicke Sandschicht und komme mir ein bisschen vor wie am Meer. Der Sand ist sehr locker und übersät von Fußspuren. Sicherlich ist es hier bei schönem Wetter und im Spätsommer, wenn die Heide blüht, ziemlich voll. Und wunderschön.

Mit einer Fähre kann man über das Reindersmeer abkürzen

Auf dieser Wanderung hat man permanent die noch vor einem liegende Strecke im Auge. Und ich bin fasziniert davon, wie schnell man Punkte, die scheinbar noch weit entfernt liegen, erreicht. Recht zügig komme ich am anderen Seeufer gegenüber vom Besucherzentrum an und winke Albert digital zu. Danach verlasse ich den Pfad und gehe rechts runter zum Ufer, um mir die Fähre anzugucken. Wer nämlich nur eine vier Kilometer lange Wanderung machen möchte, kann hier mit einer handbetriebenen Fähre zum anderen Ufer schippern. Zum Betreiben der Fähre ist Muskelkraft gefragt und das Übersetzen ist nicht nur für Kinder ein Riesenspaß. Ich aber mache nur kurz ein Bild und gehe dann los, um den kompletten Rundweg zu absolvieren.

Wege am Reindersmeer

Sandwege

Auch die zweite Hälfte der Wanderung führt hauptsächlich über sandige Wege. Es gibt viele Bänke und Picknicktische mit herrlichem Blick aufs Wasser. Bei den heutigen winterlichen Temperaturen ist von einer längeren Pause zwar abzuraten, aber bei schönem Wetter gibt es viele Ecken, die zum Verweilen einladen.

Die Reindersmeer

Jetzt ist die Fähre nur noch ein kleiner Fleck am Horizont. Siehst du sie?

Auch für Vogelliebhaber ist das Naturschutzgebiet De Maasduinen ein perfektes Ausflugsziel

Bank am Reindersmeer

Kurz bevor ich wieder bei der Fähre ankomme – diesmal am anderen Ufer – komme ich an einem Vogelbeobachtung-Häuschen vorbei. Unbemerkt von den vielen Vogelarten, die hier im Naturschutzgebiet De Maasduinen ansässig sind, kann man diese von hier aus in Ruhe beobachten und fotografieren. Ich mache noch einen kurzen Schlenker zur Fähre, um auch diesen Ableger zu fotografieren und gehe dann am Waldspielplatz vorbei zurück zum Besucherzentrum. Eine wirklich schöne Runde, die ein tolles Wanderjahr 2018 abschließt.

Reindersmeer

Fazit

Eine sehr reizvolle Runde, die trotz der fehlenden Höhenmeter durch die sehr sandigen Wege ihre Tücken hat. Wer mag, kann die Wanderung noch auf den Rest des Naturschutzgebiet De Maasduinen ausdehnen und die wunderschöne Landschaft genießen. Besonders wenn die Heide blüht, ist die Natur hier sicher sehr beeindruckend – da werde ich wohl nochmal wiederkommen müssen. Wer mit Kindern wandert, dem empfehle ich die “kleine” vier Kilometer lange Tour inkl. Fährfahrt und Besuch des Waldspielplatzes. Und am Ende gibt es zur Belohnung für alle ein Stück Kuchen im Besucherzentrum.

Wieder an der Fähre

Eigentlich braucht man für die Tour keine GPS Daten, da man sich immer am Reindersmeer orientieren kann. Wer aber sicher gehen möchte, kann sich den Track bei Outdooractive runterladen. Und diese beiden Geocaches liegen auf der Strecke. GCJ606 und GC5Y65D.

Für die Statistik
8,1 km
1 Stunden 45 Minuten in Bewegung
9 Minuten Pause
4,6 km/h reine Gehzeit
4,2 km/h inkl. Pause

Das Höhenprofil der Tour

Wo man mich noch findet:

1 Kommentar

  1. Oh an die Region erinnere ich mich noch sehr gut. Dort wollte ich auch lange wieder einmal unterwegs sein. Danke für diese nette Erinnerung

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