10 - 20 km Wandern Wandern in Nordrhein Westfalen

Die Externsteine – eine schöne Rundwanderung im Teutoburger Wald

Die Externsteine

Die Externsteine – Rechts oben seht ihr den Wackelstein. Und auf die drei Felsen links kann man rauf – was ich natürlich gemacht habe.

Bei meine heutigen Wanderung im Teutoburger Wald besuche ich die Externsten (Info). Los geht es in Horn-Bad Meinberg an der Heilig Kreuz Kirche. Neugierig wie ich bin, wandere ich die Runde gegen den Uhrzeigersinn und gehe direkt zu den sagenumwobenen Felsen. Vor etwa 70 Millionen Jahren wurden die ehemals waagerecht liegenden Gesteinsschichten im Zuge der Gebirgsbildung senkrecht gestellt und die Externsteine sind entstanden. Absolut faszinierend diese Natur, oder? Ich lege die Kamera nicht mehr aus der Hand. Leider ist das Wetter nicht so schön. Die Sonne versucht zwar, sich einen Weg durch die Wolken zu bahnen, schafft es aber nicht wirklich. Egal, zum Wandern ist das ja eigentlich ganz gut so.

Die Externsteine

Mutprobenbrücke – auf jeden Fall für so einen Höhenängstler wie mich.

Die Externsteine – einfach faszinierend

Heute ragt die Felsgruppe bis zu 47,7 m in die Höhe und erstreckt sich linienförmig über mehrere Hundert Meter Länge. Und das sieht einfach toll aus! Zum Glück kann man auch hinauf. Ich zahle gerne den kleinen Eintritt und mache mich an den Aufstieg. Treppenstufe um Treppenstufe geht es aufwärts. Puh – erstmal die Fleecejacke ausziehen, das wird doch ganz schön warm. Aber es lohnt sich trotzdem. Immerhin tragen die Felsen bereits seit 1663 (vielleicht sogar schon früher) einen Treppenaufgang. Wer hier wohl schon alles hoch gegangen ist? Wenn die Felsen sprechen könnten – das wäre sicher spannend.

Blick von oben - die ExternsteineWunderschön - die Externsteine

Es ist irgendwie besonders, an einem Ort zu sein, der bereits seit Jahrhunderten eine mystische Faszination auf Menschen ausübt. Die Externsteine waren ein germanisches Heiligtum, dienten als Sternwarte und werden heute noch als Kraftort mit spirituellen Eigenschaften angesehen. Ein Freund aus Bielefeld hat mir erzählt, dass sich hier nachts (besonders natürlich in der Walpurgisnacht) immer noch mehr oder weniger seltsame Gestalten rumtreiben. Hihi – heute war ich wohl eine davon. In den Felsen gibt es übrigens eine Grotte mit drei Räumen. GENIAL! Leider finden Führungen hier hinein nur am Wochenende und an Feiertagen statt. Menno – ich will das auch sehen.

Die Externsteine

Ein letzter Blick zurück

Mein Weg führt mich durch die mächtige Kluft zwischen den Felsen auf die “Rückseite” der Steine. Tatsächlich gibt es hier hindurch schon seit etwa 200 Jahren eine Straße. Ist ja klar – warum außen rum fahren, wenn man doch mitten durch kann. Hihi.

Dem Track folgend gehe ich links bergauf in den Wald. Auf “Augenhöhe” gibt es nochmal einen tollen Blick zurück auf die Externsteine, bis es schließlich Zeit wird, Abschied von ihnen zu nehmen.

Schweren Herzens trenne ich mich von den Externsteinen und mach mich auf den Rundweg

Wandern im Teutoburger WaldUnd die Wegführung macht mir den Abschied leicht, denn die Landschaft ist wunderschön. Der intensive Waldgeruch ist einfach herrlich – ich atme tief ein und genieße die ätherischen Öle der Bäume. Ein kleines Stück folge ich dem geraden Waldweg, bis ich die Bergheide auf dem Knickenhagen erreiche. Verschiedene Bänke und Holzliegen laden zum Verweilen ein. Wenn hier alles blüht muss es überwältigend sein. Ich bin jetzt schon begeistert, obwohl es hier im Moment mehr nach Blaubeer-Pflanzen als nach Heide aussieht. Die Zeit der Blüte ist wohl vorbei. Die Schafherde, die von der Biologischen Station hier im Frühherbst zur Heidepflege eingesetzt wird, habe ich leider auch nicht entdeckt – oder war ich einfach zur falschen Zeit da? Egal. Ich genieße den Ausblick und mache es mir kurz auf einer der Liegen gemütlich. Nicht, dass ich noch zu schnell mit meiner Runde durch bin.

Wandern im Teutoburger Wald

Nach der Heide geht es wieder in den Wald

Weiter geht es durch das Silberbachtal. Wirklich hübsch hier. Am Silberbach gibt es wieder ein schönes Fleckchen zum Verweilen. Und ganz in der Nähe der Bank am Bach liegt ein Tradi… und einen Earthcache gibt es auch. Also gemütlich hinsetzen, die Wegverpflegung auspacken und etwas über die Geografie dieses Ortes erfahren. Oder doch lieber weiter? Ich bin unentschlossen und hebe einfach nur den kleinen Tradi im Baumstumpf. Der ist aber auch ganz niedlich gemacht.

Wandern im Teutoburger Wald
Wandern im Teutoburger WaldDer Weg folgt dem Silberbach und wird immer schmaler, bis er schließlich nach einer engen Linkskurve wieder bergauf führt, hinauf zum Lippischen Velmerstot. Der Velmerstot ist mit 464 m über NN der höchste Berg des Eggegebirges (die Nordkuppe hier ist immerhin 441 m hoch… meine Lunge und meine Knie können das bestätigen).
Wandern im Teutoburger WaldIch kürze dem Weg ein bisschen ab. Mit dem Ergebnis, dass ich zwar ein paar Wegmeter einspare, dafür aber ein deutlich steileres Stück hinaufkraxeln kann. Puahhh – super Idee #nicht. Oben angekommen bin ich erst ein bisschen enttäuscht. Den ganzen Weg hinauf und dann keine Aussicht? Ein bisschen was kann ich zwar durch die Bäume sehen, aber das reicht mir noch nicht. Bis ich um die Ecke biege und… da ist sie. Die Aussicht :-).

Wandern im Teutoburger WaldDas letzte Drittel des Rundweges ist etwas urbaner

dsc00082Jetzt geht es abwärts, bis ich Leopoldstal erreiche. Hier gibt es zwei interessante Geschäfte, an denen man vorbei kommt. Eine Filzwerkstatt und eine Ledermanufaktur (leider finde ich keinen Link – guckt einfach direkt vor Ort vorbei). Natürlich ist heute alles zu, aber ich drücke mir an den Schaufenstern die Nase platt.

Das letzte Stück der Tour von der Landstraße L954 bis zurück zum Auto ist ziemlich unspektakulär. Im Vergleich zu der restlichen Strecke sogar einfach nur langweilig. Es geht an Waldrändern entlang, über Felder und auch weite Strecken über  Asphalt. Wer gerne Häuser und Vorgärten anguckt, kann die Umwanderung des Neubaugebiets von Leopoldstal über die Straße “Dornenbusch” abkürzen (was ich empfehlen würde – sicher spannender als der Waldrand). Auch in Horn-Bad Meinberg würde ich die “Umgehungsstraße” verlassen und geradeaus durch die Altstadt gehen.
20160927_072209148_iosNatürlich nicht nur, um bei der Schokoladenmanufaktur Roog vorbei zu gucken (also ich habe hier drei Tafeln gekauft), sondern auch, weil der Stadtkern echt nett ist. Leider sind viele von den schönen alten Häusern ziemlich runtergekommen. Schade.

Meine Empfehlung

Parkt, wie im Track angegeben, am Bahnhof Leopoldstal und geht die Tour gegen den Uhrzeigersinn. Oder, wer lieber mit dem Uhrzeigersinn wandert, startet in Horn-Bad Meinberg. So hat man das langweilige Stücke direkt am Anfang und kann es nutzen, um die Muskulatur aufzuwärmen. Danach kann man die wunderschönen Naturschätze genießen, mit der die Strecke aufwartet.

Den Track zur Tour gibt es hier. Und Caches sind viele auf dem Weg zu finden:
GC6D238GC4VK4QGC5QDWEGC69F60GC3HR6ZGC69FE5GC69FEHGC69FEX,
GC1N9VGGC4AN6RGC5543KGC6044DGC4B8XP und GC4B8Y6.

Statistik ExternsteineFür die Statistik:

17,6 km
4 Stunde, 30 Minuten in Bewegung
40 Minuten Pause
3,9 km/h reine Gehzeit
3,4 km/h inkl. Pause

Wo man mich noch findet:

1 Kommentar

  1. Ui, hier habe ich ja noch ein Ziel gefunden, das für 2018 auf meiner Wanderwunschliste steht.
    Tolle Tour!
    Herzliche Grüße,
    Annette

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