Kaum habe ich mich nach oben geschraubt, sehe ich auch schon den nächsten Wegpunkt vor mir. Die Laubachsmühle... aber warum soweit unten?

Kaum habe ich mich nach oben geschraubt, sehe ich auch schon den nächsten Wegpunkt vor mir. Die Laubachsmühle… aber warum soweit unten?

Nach einer sehr guten und erholsamen Nacht in der Pension Goldberg ging es, an meinem zweiten Rheinsteig-Tag dieser Drei-Tage-Tour, vorbei an Burg Altwied (die ich mir sicher bei meinem nächsten Besuch genauer ansehen werde) erstmal in einem stetigen Berg auf und Berg ab weiter. Eigentlich war ich überrascht, wie gut es ging, bis die Steigungen dann doch ein bisschen anspruchsvoller wurden und ich die eine oder andere Verschnaufpause einlegen musste. Nicht besonders motivierend sind solche Standorte, bei denen man von oben den Weg sehen kann, der wieder runter ins Tal führt und dann auf der anderen Seite wieder hinauf. Aber… bekanntlich ist der Weg ja das Ziel. Wenn man schnell und auf möglichst direktem Weg ans Ziel kommen möchte, ist man auf dem Rheinsteig an der falschen Adresse.

Rechts vom Weg, ein Römerturm.

Rechts vom Weg, ein Römerturm.

Serpentinen folgend ging es also wieder durch den Wald hinauf, bis ich vom Aussichtspunkt Schauinsland mit einem traumhaften Blick belohnt wurde. Ein Stück weiter sind sich meine GPS-Daten und die Rheinsteig-Wegführung vor Ort nicht ganz einig… ich folgte aber dem Schildern und habe einen unglaublich weiten Blick über die Gegend und kann mich in einer kleinen Schutzhütte gemütlich hinsetzen und mein mitgebrachtes Brötchen und einen Apfel futtern. Könnt ihr ganz hinten den Rhein sehen?

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Ich verlasse den Platz mit der tollen Aussicht und komme nach Rengsdorf, wo die offizielle Rheinsteig-Etappe endet. Da ich einen Stempel für mein Stempelheft brauche, gehe ich auf dem Römergraben in die Stadt (nicht ohne vorher ganz stolz den Geocache “Wandertag Rheinsteig #5” gefunden und geloggt zu haben) und komme zufrieden bei der Touristen-Info an. Ich habe mir gedacht, dass ich hier in der “urbanen Umgebung” einen kleinen Schmaus kaufen kann, leider waren aber alle Geschäfte, die ich gesehen habe, geschlossen. An der Stempelstelle erfahre ich, dass die Einkaufsstraße oberhalb des Römergraben liegt und ich beschließe, lieber auf einen kleinen Snack zu verzichten. Den Berg nochmal hoch… nein danke :-).

Zauberwald

Zauberwald

Durch diese hohle Gasse muss ich gehen...

Durch diese hohle Gasse muss ich gehen…

Lieber gehe ich gemütlich weiter Richtung Sayn. Die Strecke ab hier erinnert ein bisschen an einen gemütlichen Waldspaziergang, was ja auch mal gut tut. Landschaftlich passiert nicht mehr viel, dafür ärgert das Wetter mich aber ein bisschen. Gerade als ich an der Kasse von Zoo Neuwied stehe, fängt es an zu regnen. Zwei Kilometer vor meinem Tagesziel. Blöd. Also das Regencape an und weiter (Merkzettel an mich: Zuhause gescheite Regenkleidung kaufen… so ein Cape geht gar nicht). Die letzten Meter und insgesamt drei Fotopunkten des nächsten Caches “Wandertag Rheinsteig #6” weiter, komme ich in der Pension an. Der Waldgasthof Friedrichsberg liegt nur wenige Meter entfernt vom Rheinsteig und die Zimmer sind ok. Außerdem gab es in der Wirtschaft ein leckeres Schnitzel mit Pommes und ein kaltes, alkoholfreies Weizen. Sehr gut! Jetzt aber ab ins Bett… Morgen folgt die letzte Runde für diese Tour. Es soll ja noch bis Vallander gehen.

Die Tracks für die Strecke findet ihr hier und für die zweite Hälfte hier.

20151006_153914Für die Statistik:

20,3 km
5 Stunden 42 Minuten in Bewegung
1 Stunden 06 Minuten Pause
3,6 km/h in der reinen Gehzeit
3,0 km/h inkl. Pause

Wo man mich noch findet:

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