10 - 20 km Neanderlandsteig Wandern Wandern im Rheinland Wandern in Nordrhein Westfalen

neanderlandSTEIG – von Hilden nach Düsseldorf-Garath

Bei “wechselhaftem” Herbstwetter geht es heute auf die 12. Etappe des neanderlandSTEIGs. Gestartet wird am Wanderparkplatz Höxbach, ganz in der Nähe der 785er Bushaltestelle Hilden-Hülsen. Hach… da kommen Erinnerungen hoch. Ich bin im Düsseldorfer Süden aufgewachsen und diese Buslinie war damals meine Verbindung zur Außenwelt. Ob in die Düsseldorfer Innenstadt, zu meinem Ausbildungsplatz oder auch mal hier nach Hilden zum Shoppen, der 785er hat mich hin gebracht. Außerdem war der Höxbach, der auch hinter dem Haus meiner Eltern verläuft, früher unser liebster Spielplatz.

Lustige Gesellen

Lustige Gesellen *

Vom Wanderparkplatz aus geht es direkt in den Benrather Forst und wir erinnern uns gelesen zu haben, dass das heute eine waldreiche Etappe wird. Nachdem wir die Düsseldorfer Waldschule (übrigens ein tolles Ausflugsziel für Familien mit kleinen Kindern) passiert und einige Baumkunstwerke bewundert haben, unterqueren wir zweimal die A59. Die Autobahn verbindet den Düsseldorfer Süden mit dem Kölner Autobahnring und ist eine gute Ausweichstrecke, wenn A3 und A57 mal wieder dicht sind. Da wir zu Fuß unterwegs sind, interessiert uns das aber weniger. Wir lassen die Autobahn lieber schnell hinter uns, gehen weiter und folgen der Itter in Fließrichtung. Der kleine Fluß hat einem Düsseldorfer Stadtteil seinen Namen gegeben und mündet bei Urdenbach in den Rhein.

Da hinten... da ist eben das Wildschein über den Weg gelaufen. Echt!

Da hinten… da ist eben das Wildschein über den Weg gelaufen. Echt! *

Kurz nachdem wir den Itterdamm verlassen haben, kommen wir an ein umzäuntes und durch ein Drehkreuz gesichertes Waldstück. Führt hier wirklich der neanderlandSTEIG durch? Tatsächlich, der Privatwald darf betreten werden und unser Weg führt mitten durch. Es ist unheimlich ruhig hier – bis auf ein ziemlich lautes Grunzen. Ob das Wildschweine sind? Oah – kaum haben wir das Drehkreuz hinter uns gelassen, überquert auch schon eins dieser mächtigen Tiere vor uns den Weg – allerdings in ca. 200 m Entfernung.

Es ist Brunftzeit und wir hören mehr von den Wildschweinen als das wir sie zu Gesicht bekommen – trotzdem sind wir wachsam. Als wir an einer Infotafel halt machen, werden wir von einem älteren Herren angesprochen. Er ist regelmässig hier und klärt uns auf. Angst müsste man keine haben, die Wildschweine und auch die Rehe hier in dem Waldstück sind Menschen gewöhnt und nicht aggressiv. Er zeigt uns Fotos, die er über die letzten Jahre gemacht hat und kennt alle Tiere mit Namen. Er scheint sich zu freuen, seine Bilder interessierten Wanderern zeigen zu können… und wir versuchen freundlich, seinen Redeschwall abzukürzen. Wir stehen hier schon geschlagene 20 Minuten mit ihm zusammen und er hat immer noch eine weitere Anekdote parat. Nachdem wir uns verabschiedet haben, will er gucken, ob er noch das eine oder andere neue Foto machen kann. Wir wünschen ihm viel Erfolg dabei.

Farbenspiel

Farbenspiel ‘

Als wir den Privatwald wieder durch eine Drehtür verlassen, folgen wir dem Weg ein Stück den Garather Mühlenbach entlang, bis wir schließlich den Oerkhaussee erreichen. Der See ist als Naturschutzgebiet gekennzeichnet und ein Paradies für Wasservögel aller Art. Wir erreichen eine “Vogelbeobachtungshütte” und gönnen uns eine kleine Pause. Wir setzen uns und gucken, was es auf dem See alles zu sehen gibt. Viel mehr als ein paar Enten sind aber gerade nicht da – besser, wir kommen nochmal mit einem Fernglas und mehr Zeit zurück.

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Vogelbeobachtung ‘

Konzentrieren und nicht lachen... konzentrieren und nicht lachen... konzen...

Konzentrieren und nicht lachen… konzentrieren und nicht lachen… konzen… *

Weiter geht es über einen breiten Forstweg, bis der Track uns auf schmalen, verschlungenen Pfaden durch den Benrather und den Garather Forst führt. Sehr (und ich meine wirklich sehr) nah verläuft der neanderlandPFAD (sorry für die kurzfristige Namensänderung, aber an dieser Stelle handelt es sich wirklich nur um einen Trampelpfad, auf dem man keine zwei Füße nebeneinander setzen kann) an einem Bachlauf entlang. Oahhh – rutschig. Hochkonzentriert balancieren wir vorwärts. Mitte November wollen Marc und ich nicht riskieren, abzurutschen und ein unfreiwilliges Bad zu nehmen. Hier wäre jetzt ein Wanderstock hilfreich gewesen.

Wir verlassen das Bachtal und wandern in einer weiten Schleife auf den Rand eines Wohngebietes von Düsseldorf Hellerhof zu. Ein bisschen sieht es hier aus wie ein riesiger Altenheim-Komplex. Wir sind neugierig und erkundigen uns bei einer uns entgegenkommenden Passantin. Erst ist sie über unsere Frage gar nicht amüsiert, doch dann lacht sie und klärt uns auf. Hier handelt es sich um ein ganz “normales” Wohngebiet – sie gibt aber zu, bei ihrer ersten Wohnungsbesichtigung auch kurz an ein Altenheim gedacht zu haben.

Auch der Tag verabschiedet sich langsam - Schluß für heute.

Auch der Tag verabschiedet sich langsam – Schluß für heute. *

Wir danken ihr für ihre nette Auskunft und verabschieden uns. Schließlich können wir das an der Frankfurter Straße geparkte Auto schon fast riechen. Feierabend für heute.

Den Track zur Tour könnt ihr euch hier runterladen. Außerdem liegen folgende Geocaches auf dem Weg: GC6842B, GC3YMR5, GC5KMBQ, GC1PD87, GC2W4F5 und GC598D4.

Eine Garmin-Fotografie für die Statistik der heutigen Tour gibt es leider nicht :-(. Ich habe das Foto irgendwie verschludert. Laut Wanderführer hat die Strecke eine Länge von knapp 12 km, wofür wir inkl. Pausen etwas weniger als 4 Stunden gebraucht haben.

*Die Fotos sind alle von Marc Bender (Copyright)

Wo man mich noch findet:

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