Direkt am Anfang der Strecke eine Ansage an die mitwandernden Hunde.

Direkt am Anfang der Strecke eine Ansage an die mitwandernden Hunde.

Für den dritten Tag als Gipfelstürmer beim 11. Ahrtaler Gipfelfest habe ich mir die sportlichste Strecke vorbehalten. Und die 772 Höhenmeter (469 m Aufstieg und 303 m Abstieg) bis zur Mellerberghütte haben mich wirklich fertig gemacht.

20160529_100929470_iOSSicherlich ein lustiger Anblick für die scheinbar völlig entspannt an mir vorbeigehenden Wanderer, wie ich da so nach Luft japsend, mit hochrotem Kopf und nassem Haar am Wegesrand stehe. Besonders viel Spaß haben mir die Kinder gemacht, die sogar während der steilsten Stücke noch Fangen gespielt haben und an mir vorbei geflitzt sind. “Hallo… gehst du auch zum vierten Gipfel?” “Ich versuche es *g.”. Soviel sei an dieser Stelle schonmal gesagt: Ich habe es geschafft.

Stairway to hell - mit diesen Stufen startet der Anstieg.

Stairway to hell – mit diesen Stufen startet der Anstieg.

Gestartet bin ich an diesem Tag wieder in Altenahr, wo wir auch am Donnerstag Richtung Michaelishof losgegangen sind. Erst führt mich der Weg zwei Kilometer ganz harmlos an der Ahr entlang. Ich genieße die Ruhe und den Weg, der mich am Wasser entlang in den Wald führt. Doch dann ist es plötzlich vorbei mit dem gemütlichen Schlendern *g. Denn jetzt schraubt sich der Weg immer weiter den Berg hinauf… und hinauf… und hinauf.

Blick zurück auf Altenahr

Blick zurück auf Altenahr

Hier geht es hinauf.

Hier geht es hinauf.

Erst zum Schrock (den ausgeschilderten Aussichtspunkt ignoriere ich einfach – die 100 zusätzlichen Meter spare ich mir) und dann weiter hinauf zum Steinerberg. Anfangs über breite Waldwege in Serpentinen, später dann über Stock und Stein auf kleinen Pfaden. Ich sehe schon nach kürzester Zeit aus, als wäre ich einen Marathon gelaufen – definitiv wiege ich 15 kg zu viel für so einen Anstieg. Aber alles Gejammer hilft ja nichts. Ich habe es gemütlich angehen lassen und immer wieder Pausen eingelegt. Stück für Stück habe ich mich auf die Höhenmeter eingelassen und ab Kilometer 4,5 bin ich dann oben angekommen. Ab jetzt verläuft der Weg wieder recht eben und ich habe Zeit, meinen erhöhten Puls  auf einen Normalstand zu bringen. So wandere ich gemütlich weiter und freue mich über den einen oder anderen schönen Blick.

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Hier geht's abwärts

Hier geht’s abwärts

Aber natürlich trügt die “Ruhe”, denn jetzt folgt der Abstieg nach Kesseling. Und zwar recht steil auf einem kleinen Weg. Ich bin froh, dass ich den Track auf meinem Garmin habe. Der Weg ist teilweise so schmal, dass ich mir sonst nicht sicher wäre, dass ich richtig bin. Doch da – wieder ein Wegweiser – passt. Wie so oft bin ich mir während des Abstieges nicht sicher, ob ich es nerviger finde, berauf oder bergab zu gehen. Hier ist es wieder richtig steil – wohl in beide Richtungen eine Herausforderung.

Doch am Ende erwartet mich eine Bank mit schönem Blick auf Kesseling. Ich mache es mir gemütlich und gönne mir eine Pause.

Kleine Pause mit Blick auf

Kleine Pause mit Blick auf Kesseling

 

20160529_123524202_iOSIn Kesseling angekommen geht es einmal durchs Dorf und dann links die letzten 1,3 km hinauf zur Mellerberghütte. Hier hole ich mir meinen verdienten letzten Stempel und kaufe mir ein neues T-Shirt. Ich bin so durchgeschwitzt, dass ich fürchte, mich zu erkälten, wenn ich so nass noch den Weg zum Bahnhof Ahrbrück gehe. Also kurz frisch machen, ein kühles Getränk trinken, die erwanderte Flasche Ahrwein im Rucksack verstauen und weiter geht’s, die 6 km bis zur Endstation meines diesjährigen Gipfelfests.

Schöner Blick auf dem Weg von der Hütte zurück nach Kesseling

Schöner Blick auf dem Weg von der Hütte zurück nach Kesseling

Die ersten Häuser von Ahrbrück

Die ersten Häuser von Ahrbrück

Der Weg führt durch den Wald am Kesselinger Bach einen sehr schlammigen Weg entlang (OK, ich hätte vorher in der Wegbeschreibung lesen sollen, dass man bei Nässe besser noch ein Stück der Straße folgt. Aber was soll‘s – ich will ja im September beim Muddy Angle Run teilnehmen – eine super Übung).

20160529_140017740_iOSAb dem Ortsrand von Ahrbrück habe ich dann wieder festen Boden unter den Füßen. Die Sonne scheint wunderschön und als ich schließlich über die Hauptstraße in Brück Richtung Bahnhof gehe, sehe ich schon Albert dort stehen. Erleichtert lass ich mich auf den Beifahrersitz fallen –  Ziel erreicht!

Die Tracks zur Tour findet ihr hier :
Altenahr – Mellerberghütte
Mellerberhütte – Bahnhof Ahrbrück

20160529_140437637_iOSFür die Statistik:

16,1 km
4 Stunde, 07 Minuten in Bewegung
41 Minuten Pause
3,9 km/h reine Gehzeit (ganz gut für den Anstieg – ich war selbst überrascht)
3,4 km/h inkl. Pause

Wo man mich noch findet:

2 Kommentare

  1. Hallo Jutta,
    eine sehr nette Beschreibung der letzten Gipfeltour. Das Wichtigste; Du hast es geschafft. Gratulation.
    Habe diesen Gipfel auch am letzten Tag “erklommen”. Auf der Heimreise hatte ich auch ordentlich Pudding in den Beinen. 2017 ist schon festeingeplant und Unterkunft gebucht.
    Ist einfach eine tolle Veranstaltung.
    Dir weiterhin viel Spaß beim Wandern.

    • Vielen Dank Carsten für den netten Kommentar. Ich bin 2017 auch auf jeden Fall wieder dabei. Freu mich schon sehr darauf. Hoffentlich bleibt das Wetter trocken.

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